Historisch & lebensfroh
Geschichte und Landschaft erleben - Füssen und Umgebung
Füssen wird erstmals im 4./5. Jahrhundert erwähnt. Die historische Stadt liegt direkt an den Alpen, umgeben von vielen natürlichen Seen. Unmittelbar am großen Forggensee, gegenüber den Königsschlössern finden im Festspielhaus ganzjährig verschiedene Aufführungen statt. Füssen ist mit 800 m Bayerns höchstgelegene Stadt. Das Hohe Schloss, der Lechfall und das Kloster St. Mang sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Nur wenige Kilometer entfernt stehen die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie die weltbekannte Wieskirche (UNESCO Weltkulturerbe). Auch der Besuch im Kloster Ettal und Schloss Linderhof werden in beeindruckender Erinnerung bleiben.
Schloss Hohenschwangau
Das Elternhaus König-Ludwigs.
Die alte schwangauische Burg "Schwanstein", die beim Abgang der Edlen von Schwangau
bereits zerfallen und nicht mehr bewohnbar war, wurde von dem Augsburger Patrizier und kaiserlichen
Rat Johann von Paumgartner zu Paumgarten im Jahre 1535 gekauft und in den Jahren 1538-1547 ganz neu
aufgebaut.
Er gab ihr erstmals den Namen "Hohenschwangau". Fast genau 300
Jahre später war der Paumgartenbau wieder Ruine. Der Bayerische Kronprinz Max, der Sohn König
Ludwig I., kam im Jahre 1829 anlässlich einer "Geschichtsreise" mit seinem Lehrer in die
Füssener Gegend und erwarb dieses zerfallene Gebäude. Er leiß es nach vorhandenen alten Plänen
durch den aus der Gegend des Comersees stammenden aber längst in München eingebürgerten
Architektur- und Theatermaler Domenico Quaglio neu aufbauen.
Die ganze Anlage lebt im
Geist der Romantik. Bezeichnungen wie Schwanrittersaal, Welfenzimmer und Hohenstaufenzimmer sind
Zeichen einer lebendigen Verbundenheit mit Sage und Geschichte. Unmittelbar an den Schlosshof,
dessen schönster Schmuck der Marienbrunnen ist, schließt sich der Schlossgarten an, der von einer
zinnenbewehrten Außenmauer umfriedet wird. Mitten in einem Bluemenrondell steht ein Becken mit dem
wasserspeienden Schwan.
Wieskirche
Ein Rokokojuwel und UNESCO. Weltkulturerbe
Die 1744 von Dominikus Zimmermann begonnene Kapelle zeigt in damals wie heute unerreichter Vollkommenheit, wie neben Stein und Stuck das Licht als Bauelement eingesetzt werden kann. Echte Pilger lassen dazu das Auto in Steingaden stehen und gehen den schattigen Wanderweg in rund einer Stunde zu Fuß.
Schloss Neuschwanstein
Ein Märchen wird war.
Grundsteinlegung am 5. September 1869 durch König Ludwig II. von Bayern. Es sollte eine
mittelalterliche Ritterburg im Stile des 12./13. Jahrhunderts entstehen. Die Außenfassade des
Torbaus wurde 1873 fertiggestellt. Das Hauptgebäude und das Nebengebäude wurden mit Schwangauer
Marmor aus dem Steinbruch am Schwansee verkleidet. Als Vorbild diente vor allem die Wartburg in
Thüringen. Das Schloss sollte aus fünf Gebäuden bestehen: dem Torbau, dem Ritterbau, der Kemenate,
dem Königsbau (Palas) und dem Bergfried.
Die Bauzeit betrug 17 Jahre und musste infolge
des frühen Todes des Bauherrn eingestellt werden. Von den Innenräumen waren bis dahin im Palas nur
das Erdgeschoss (Küche und Nebenräume), das 3. Obergeschoss (Königswohnung und Thronsaal) und das
4. Obergeschoss (Sängersaal) fertiggestellt.
Die Innenräume sind reich mit
kunsthandwerlichen Arbeiten geschmückt, man findet Darstellungen aus der Thannhäuser-Sage, aus
Lohengrin, Tristan und Isolde, dem Niebelungenlied, Parzival, Darstellungen aus dem Leben
heiliggesprochener Könige, vom Leben auf der Wartburg und aus dem Leben Walters von der Vogelweide.
Das erste Konzert im Sängersaal wurde im Jahre 1933 anlässlich des 50. Todestages von Richard
Wagner abgehalten. Seit dem Jahre 1969 finden alljährlich im September die Schlosskonzerte
Neuschwanstein statt.
Am 12. Juni 1886 wurde König Ludwig II. im Schloss Neuschwanstein
eröffnet, dass er für geisteskrank erklärt worden sei. Er wurde nach Schloss Berg am Starnberger
See gebracht, wo er am 13. Juni 1886 zusammen mit seinem Arzt Dr. Gudden am Abend tot aufgefunden
worden ist.



















